Das Motto „America First“, das seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus 2025 erneut verfolgt, sollte die USA wirtschaftlich stärken. Doch im Februar 2026 zeigt sich immer deutlicher, dass seine aggressive Zollstrategie einen hohen Preis hat – nicht nur für Handelspartner, sondern auch für die globale Stabilität.
Zölle sind staatliche Abgaben auf importierte Waren. Sie machen ausländische Produkte teurer und sollen heimische Unternehmen schützen. In der Praxis bedeuten sie jedoch häufig höhere Preise für Verbraucher und Unsicherheit für Unternehmen. Trumps Regierung hat seit 2025 neue oder erhöhte Zölle auf zahlreiche Produkte eingeführt – von Industrie- bis Agrarwaren – und dabei besonders mehrere asiatische Staaten ins Visier genommen.
Im Verhältnis zur EU herrscht eine angespannte Waffenruhe. Zwar wurden im Sommer 2025 geplante Eskalationen vorerst gestoppt, doch das Vertrauen ist beschädigt. Die EU hat Gegenzölle vorbereitet und sucht verstärkt nach alternativen Handelspartnern. Europäische Exporte in die USA sind teilweise zurückgegangen, Investitionen werden verschoben. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit, jahrzehntelang ein Stabilitätsanker, ist politisch belastet wie lange nicht mehr.
Auch global sind die Folgen spürbar. Statt den Welthandel zu stabilisieren, fördert Trumps Kurs eine Fragmentierung der Weltwirtschaft. In Asien reagieren Länder mit engerer regionaler Zusammenarbeit. Neue Handelsabkommen entstehen – oft ohne die USA.
Zwar argumentiert Trump, er verteidige amerikanische Arbeitsplätze und korrigiere Handelsungleichgewichte. Doch viele Ökonomen bezweifeln, dass Zölle strukturelle Probleme lösen. Stattdessen verteuern sie Vorprodukte für US-Unternehmen, belasten internationale Lieferketten und erhöhen politische Spannungen. Die Unsicherheit schreckt Investoren ab und schwächt das Vertrauen in verlässliche Handelsregeln.
Im Februar 2026 wirkt „America First“ daher weniger wie eine Strategie für nachhaltigen Wohlstand, sondern eher wie ein riskanter Kurs der Abschottung. Kurzfristige politische Erfolge stehen langfristigen Risiken gegenüber: höheren Preisen, weniger Kooperation und einer zunehmend gespaltenen Weltwirtschaft. Die Frage „aber um welchen Preis?“ wird damit immer drängender – und die Antwort fällt für viele Beobachter kritisch aus.
Jetzt bist du gefragt: Führt eine nationale Abschottung langfristig zu mehr Wohlstand – oder zahlt am Ende die Weltwirtschaft insgesamt den Preis? Verfasse gerne einen kleinen Kommentar zu diesem Thema.